Das dritte Jahr: das Jahr der Wende

Nach zwei – trotz einiger Probleme insgesamt erfolgreichen – Erscheinungsjahren der Zeitschrift unter den Bedingungen sozialistischer Planwirtschaft zeichneten sich ab Mitte 1989 Veränderungen in der Gesellschaft ab, die Auswirkungen auch auf die Betriebe hatten. So reagierte die Partei- und Staatsführung zunehmend mit Zugeständnissen auf Kritik und Demonstrationen. Dies konnte jedoch die Wende zu kapitalistischen Marktbedingungen und damit einhergehende Konsequenzen – einschließlich der Privatisierung auch der volkseigenen Verlage – nicht mehr aufhalten.
Der zweite Jahrgang der MP – 1988 – hatte wiederum eine große und überwiegend positive Resonanz bei Lesern und Autoren gefunden. Und das, obwohl die Redaktion aufgrund der Erwartungen zu einem Spagat zwischen populärwissenschaftlicher Heimcomputer-Zeitschrift und einer wissenschaftlich-technischen Fachzeitschrift gezwungen war. Das Spektrum der Beiträge zeigte sich im Jahresinhaltsverzeichnis 1988, veröffentlicht im Heft 1/1989.
Die Schlussfolgerungen aus den Diskussionen mit Lesern und Beirat finden sich im bereits erwähnten und vom Beirat befürworteten Jahresthemenplan für 1989.

Auch in diesem wird auf das „Luxusproblem“ verwiesen, mit dem die Redaktion konfrontiert war: Im Gegensatz zu den meisten anderen Fachzeitschriften wurde die MP regelrecht zugeschüttet mit unverlangten Manuskripten, was auch bei den als veröffentlichungswürdig begutachteten einen Druckvorlauf von bis zu zwei Jahren bedeutete. Entsprechende Anträge der Redaktion und Forderungen des Beirates und des Herausgebers KDT nach einer Erhöhung der Seitenzahl – auch angesichts der volkswirtschaftlichen Bedeutung der „Schlüsseltechnologie“ Mikroelektronik – wurden von der Verlagsleitung jedoch immer wieder und auch noch 1989 zurückgewiesen.
Die nach wie vor langen Herstellzeiten einer Ausgabe dokumentieren Termin-, Zeichnungs-und Typoplan; im Überblick zu sehen im Kalender.

Im Betriebskollektivvertrag 1989 sind die Aufgaben und Verpflichtungen von Verlagsleitung, Gewerkschaft und Kollektiven aufgeführt; einschließlich der finanziellen Mittel, die für jeweilige Maßnahmen zur Verfügung stehen.

Hier die handschriftlichen Belegungspläne der einzelnen Ausgaben als Grobplanung.

Nachfolgend die erhalten gebliebenen und chronologisch geordneten Dokumente.

Januar