Juni: Hausmitteilung an Verlagsdirektor mit Argumenten des Beirats zur Umfangserweiterung, Redaktionsbeiratssitzung, Abteilungsversammlung, Redakteursberatung

- 01. 06. 1989
Hausmitteilung von MP, VR Weiß, an D Hieronimus
Zusammenfassung und Schlussfolgerungen aus Argumenten von Beiratsmitgliedern, welche diese nach der Beiratssitzung vom Dezember 1988 der Redaktion zu einer notwendigen Umfangserweiterung der Zeitschrift lieferten.

- 05. 06. 1989
Brief von Dr. Wiese, Direktor VEB Leitzentrum für Anwendungsforschung Berlin, an Red. MP
Schlägt eine Beratung vor zu Fragen der lokalen Kommunikation (LAN) und der grafischen Datenverarbeitung und zu engerer Zusammenarbeit.
Vorschlag für Artikelserie oder Kurs zu „Lokalen Rechnernetzen auf Ethernet-Basis“.
Angeklammerter Zettel mit Notiz, dass Beratung mit Dr. Gollnick vom LfA und VR Weiß und Redakteur Hemke am 25. 07. 1989 stattfand.
Aufzeichnungen von der Beratung im Arbeitsbuch MP und Arbeitsbuch VR Weiß über Absprachen zur Lieferung von Manuskripten zu LANs.

- 07. 06. 1989
Brief von MP, VR Weiß, an Dr. Schulze, Kombinat Mikroelektronik Erfurt (Beiratsmitglied)
Anfrage, ob die Redaktion für Heft 9/1989 anlässlich des 40. Jahrestages der DDR mit einem Manuskript zum angekündigten 32-Bit-Prozessor rechnen kann. Eine Antwort liegt nicht (mehr) vor.
Gewürdigt wurde das Jubiläum erst in MP 10/1989, und zwar mit ausführlichen Beiträgen zum Megabitspeicher, dessen erste funktionsfähige Entwicklungsmuster am 12. 08. 1988 Erich Honecker übergeben worden waren.
Zum 32-Bit-Prozessor U 80701 bzw. zum System U 80700 erschien in MP 10/1989, S. 290, lediglich in der Rubrik MP Info eine Meldung anlässlich der Übergabe der ersten Muster an Erich Honecker am 14. 08. 1989 und in MP 11/1989, S. 322, ebenfalls in der Rubrik MP Info, eine längere Beschreibung des Systems aus dem Kombinat Mikroelektronik Erfurt.

- 12. 06. 1989
Brief von Prof. Pose, AdW, an Red. MP
Muss Teilnahme an der Beiratssitzung am 22. 06. 1989 absagen wegen Urlaubsreise.
Möchte außerdem darüber informieren, „daß vom Regierungsbeauftragten für die CAD/CAM-Technik, Staatssekretär Nendel, eine Arbeitsgruppe einberufen wurde, die das gesamte Programm der Literatur für CAD/CAM-Technik in der DDR kritisch prüfen und Vorschläge zum weiteren Vorgehen machen soll.“ Vertreter des Kulturministeriums sei K. Höpke, die AdW werde durch Prof. Kempe und Prof. Pose vertreten. Günstig für sein Auftreten dort wäre ein Standpunkt des Beirates.

- 22. 06. 1989
6. Redaktionsbeiratssitzung der MP im Haus der Journalisten, Berlin, Friedrichstraße 101
Erhalten sind das Protokoll vom 01. 09. 1989, das lt. Anmerkung am 06. 09. 1989 verschickt wurde, sowie schlecht lesbare, daher nicht gescannte Notizen von We, Hl und Hk.
Demnach gab es zunächst eine wirtschaftliche und inhaltliche Einschätzung der Zeitschrift:
Bei unveränderter Lizenzauflage von 55 000 Exemplaren betrug die Druckauflage im April 1989 54 707 Stck. (Heft 10/1988: 53 800 Stck.).
Im April konnte somit ein Gewinn von 153 000,- Mark erzielt werden.
Von den Beiratsmitgliedern wurde die Entwicklung der Zeitschrift – Reduzierung der KC-Thematik, mehr Messe- und Tagungsberichte, Informationen über das Mikroprozessorsystem 80600 aus dem KME – insgesamt positiv beurteilt.
Kritik gab es (wieder) von Dr. Schulze aus dem KME wegen der dokumentierten Analogie von Intels 8086 und dem sowjetischen Prozessorsystem K 1810 WM86.
Kritisiert wurde von Dr. Schulze ebenso wiederum eine fehlende deutliche Profilierung der Zeitschriften des Verlages. Während man beim KME mit Gründung der MP davon ausging, sie würde DIE Zeitschrift für Bauelementeveröffentlichungen werden, würden hierhin gehörende Beiträge nach wie vor in der
rfe erscheinen. Das KME sehe es daher als erforderlich an, wie international üblich, auch „in das Sortiment des Verlages Technik Ordnung zu bringen“.
Zum Thema Umfangserweiterung wurden die von den Beiratsmitgliedern gelieferten Argumente ausgewertet – vor einem Antrag sei eine gesonderte Beratung geplant.
Vermutlich als Argumentationshilfe, eine Verkürzung des Herstellungsprozesses zu fordern, fertigte die Redaktion am Beispiel von Heft 5/1989 einen Überblick der einzelnen Fertigungsschritte an. Für die Veröffentlichung eines Beitrages in diesem Heft mit Auslieferung am 19. 05. 1989 musste dieser ca. 4,5 Monate vorher, also am 01. 01. 1989, in der Redaktion vorliegen. Dazu kam natürlich noch die Zeit für evtl. inhaltliche Absprachen zwischen Autor und Redaktion.

- 26. 06. 1989
Abteilungsversammlung
Aufzeichnungen Arbeitsbuch VR Weiß: Bei Reisen ins NSW seien die bisherigen Formulare weiter zu benutzen; bei Wohnwechsel von ausgereisten Autoren sei D zu informieren; neues Formular für Auslandsreiseberichte.

- 29. 06. 1989
Redakteursberatung bei HR III, Frau Rumpf
Arbeitsbuch VR Weiß mit Notizen vor allem zu organisatorischen Informationen bezüglich Gestaltung/Herstellung.

Juli